Die Bayern haben sich heute nach einer halbwegs akzeptabler Leistung aus der Champions League verabschiedet. Nach dem 1:1 aus dem Hinspiel letzte Woche hat man wohl sowieso mehr in den Geschichtsbüchern gekramt, um Fußball-Wunder für eine zusätzliche Motivation heran zu ziehen. Allerdings waren sich auch alle Beteiligten schon vor dem Spiel realistisch genug, um zu sagen, dass die Champions League nach so einem Hinspiel eigentlich schon vorbei ist.
Trotzdem haben der FC Bayern heute einen furiosen Start hingelegt. Schon in der 5ten Minute hatte Luca Toni nach einer tollen Flanke von Sosa frei stehend zum 1:0 einzuköpfen. Diese Szene hatte aber eher die Frage aufgeworfen, ob dieser Mann überhaupt ligatauglich ist. Auch danach ging das Spiel mit durchaus guten Ansätzen in Richtung des Tores vom FC Barcelona. Die größten Chancen vergaben dann Frank Ribery nach einer guten Kombination und Luca Toni nach einem Pass in die Tiefe. So ging das Spiel mit 0:0 in die Pause. Der FC Barcelona hatte bis dahin keine wirklich klare Torchance.
Direkt nach dem Wiederanpfiff erspielten sich die Bayern in der 46ten Minute durch einen super Pass von Ze Roberto eine weitere Chance, die Franck Ribery in Weltklassemanier verwandelt. Danach fing das Spiel allerdings den Münchern das Spiel langsam aus den Händen zu gleiten. Barca erhöhte das Thempo und sorgte ein ums andere Mal dafür, dass in der Abwehr in letzter Sekunde ausgeholfen werden musste. Einige Male waren es Lucio und Demichelis, die einen der Top-Spieler (allen voran Messi und Xavi) am Schuss hindern konnten…bis zur 73ten Minute. In der war es dann an Seydou Keita, der mit einem strammen Schuss nach einer herausragenden Pass-Staffette abschließt und damit alle Bayern-Hoffnungen endgültig zerstörte.

Insgesamt kann man sagen, dass die Bayern einen Teil der Schmach aus der Hinspiel-Blamage wett machen konnten. Für ein Messen auf Weltniveau fehlen aber noch 1-2 Top-Spieler und ein Weltklasse Torhüter.

Wir dürfen gespannt sein, welche Spieler in nächster Zeit auf der Liste der Bayern stehen, denn eins bleibt fest zu halten. Die Zweifel am Trainer sind sicher irgendwo berechtigt. Allerdings liegt es immer auch an den Spielern und deren Einstellung, solch ein Spiel zu gewinnen.


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