Nachdem die Bundesregierung sich für eine Verlängerung der Abwrackprämie entschieden hab, melden sich nun auch Kritiker heftig zu Wort. Professor Justus Haucap, Vorsitzender der Monopolkommision, bezeichnet diese Entscheidung als “ökologisch unsinnig”. Seiner Aussage nach hat im Endeffekt der Steuerzahler diese Last zu tragen und gewinnt nicht an dem scheinbarem Geschenk. Durch die Abwrackprämie verschiebe sich der Markt in Richtung der Kleinwägen aus Osteuropa. Gleichzeitig würde der Kauf von Neuwägen nur vorgezogen. Gerade Autobauer der Luxusklasse wie BMW, Audi und Mercedes leiden unter dieser Marktverschiebung.
Fraglich ist außerdem, wie gerecht diese Subventionierung tatsächlich ist. Gefördert wird offensichtlich nur ein kleiner Teil der Industrie.

Endlich ist es durch. Das Budget für die Abwrackprämie wird erhöht. Nachdem das ursprüngliche Budget schon im März aufgebraucht war, wurde lange diskutiert, ob das Budget für die Abwrackprämie in Höhe von 2500 EUR pro Person erhöht wird.
Seit heute steht fest, dass insgesamt 5 Milliarden EUR ausgeschüttet werden. Das wird alle Autofahrer freuen, die sich jetzt noch überlegen einen neuen Wagen zu zu legen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die ganze Förderung nicht nur den großen KFZ-Herstellern zu Gute kommt. Aktuell melden schon viele Werkstätten, dass sie durch die geringeren Reparaturen ums Überleben kämpfen müssen.
Meiner Meinung nach ist die Aktion des Staates nur eine Verschiebung der Krise und kein wirklicher Ansatz zur generellen Lösung.


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