Ju-Jutsu

Deutscher Ju-Jutsu Verband

Deutscher Ju-Jutsu Verband


Ju-Jutsu Historie und Charakteristik:

Rein historisch betrachtet stammt Ju-Jutsu aus einigen verschiedenen Urpsungskampfkünsten ab. Ziel der daraus erschaffenen Techniksammlung und Phylosophie ist es eine Kampfkunst zu entwickeln, die für alle Kampfsituationen eine Technik parat hat und für jedermann mit akzeptablen Aufwand erlernbar ist.
Die Wurzeln des Ju-Jutsu stammen demnach aus den allgemein bekannten Kampfkünsten Aikido, Judo und Karate ab. Klar definiert sind dabei die Einsatzgebiete der Techniken aus den drei genannten Kampfkünsten.
Im Bereich Hebel- und Wurftechniken kommt Aikido zum Einsatz, für den Wurf und Bodenbereich werden Techniken aus dem Judo angewandt und in der Faust- Fußdistanz kommt das Karate zum Einsatz.
Entstanden ist dieses Kampfsportsystem durch einen Auftrag des Bundesinnenministerium, welches  einigen bekannten Kampfsportlern die Aufgabe gegen hatte aus den obig genannten Kampfkünsten ein Selbstverteidigungssystem zusammen zu setzen. Dieses neue System sollte waffenlos und stilübergreifend sein, so dass es auch für den öffentlichen Dienst einsetzbar ist. Das erste komplette Reglement ist im Jahre 1969 veröffentlich worden und genannt wurde dieses neue System Ju-Jutsu, da die vermeintlich sanfteren Techniken, gegenüber den klaren harten (Atemis) überwiegen. Im Jahr 1990 ist dann der DJJV (Deutscher Ju-Jutsu Verband) gegründet worden, welcher völlig unabhängig vom Judo Verband und dem Deutschen Dan-Kollegium ist. 10Jahre später wurde dann eine neue Prüfungsordnung in Kraft gesetzt, welche vor allem für die Entwicklung in Richtung Breitensport und Wettkampf einige Verbesserungen bringen sollte.
Für alle Interessenten ist die Deutscher Ju-Jutsu Verband Guideline sehr interessant.

Auf Grund der Vielseitigkeit werden beim Ju-Jutsu Techniken in die verschiedenen Kategorien unterschieden. Diese werden dann nach und nach über die Gürtelgrade aufgebaut, so dass am Ende ein möglichst kompletter “Kämpfer” (man beachte, dass die Selbstverteidigung im Vordergrund steht) heraus kommen soll.
Man unterscheidet beim Ju-Jutsu unter folgenden Technik-Kategorien:

  • Atemi (Techniken in der Faust- Fußdistanz)
  • Abwehr
  • Hebel
  • Wurf
  • Falltechnik (Fallschule)
  • Bodenkampf
  • Sicherung
  • Transport
  • Nervendruck
  • Waffenabwehr

Selbstverständlich ist es nur ein Auszug aus den Kampfkünsten, deren Techniken herangezogen worden sind.  Im Laufe der Jahre kamen dabei viele Einflüsse aus vielen weiteren Kampfkünsten zum Tragen, um auch noch flexibler und realitätsnah zu sein.  Da wäre zum Beispiel aus dem chinesischen (Win Chun), aus dem philipinischen (Kali Eskrima), oder auch zusätzliche Techniken aus dem Thaiboxen und dem europäischen Boxen.
Wie auch bei traditionellen Sportarten soll der Gürtelgrad die Fähigkeiten eines Ju-Jutsuka widerspiegeln. Das Recht den Gürtel der nächsthöheren Farbe zu tragen zu dürfen/müssen kann durch das Bestehen von einer Prüfung erarbeitet werden. Allerdings kann ab dem 5ten Dan der nächsthöhere Grad nur noch durch verliehen werden. Dabei gibt es noch “Zwischenfarben”, die speziell für Kinder gedacht sind (auf diese gehe ich hier nicht weiter ein).
Die Reihenfolge der Gürtelfarben sieh demnach so aus.

  • 6. Kyu (Weissgurt)
  • 5. Kyu  (Gelbgurt)
  • 4. Kyu (Orangegurt)
  • 3. Kyu (Grüngurt)
  • 2. Kyu (Blaugurt)
  • 1. Kyu (Braungurt)

Dazu muss man wissen, dass ein Verein bis zum 3.Kyu berechtigt ist, vereinsintern zu prüfen. Ab dem 2.Kyu muss dann zumindest ein Fremdprüfer dabei sein und die Prüfung abzunehmen.
Bei Schwarzguten wird offiziell in “Dan” unterschieden, wobei es dort in der Reihenfolge 1-5 aufwärts geht. Die Graduierung ist dort anhand der Striche am Gürtel zu erkennen. Ab dem 6.ten Dan kommt dann die Farbe Rot ins Spiel. Hier gibt es für die Dangrade 6-8 jeweils einen Rot-Weiss-Gürtel. Für Dan 9 und 10 wird jeweils der Gürtel komplett rot.
(diese beiden höchsten Graduierungen wurden allerdings bis dato noch nicht verliehen: Stand Q1/2009)


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